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6.1 „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft“ Wiederansiedlung von seltenen und gefährdeten Ackerwildkräutern

Projekt-, Bachelor- oder Maserarbeit

Problemstellung:

Ackerwildpflanzen gehören zu den am stärksten gefährdeten Pflanzenformationen Mitteleuropas und viele noch erhaltene Restpopulationen sind durch die intensive Nutzung bedroht. Eine Möglichkeit, diese zu erhalten ist es, sie innerhalb des Naturraums an weniger intensiv genutzte Standorte zu über-tragen. Im Forschungsprojekt „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft – Produktionsintegrierte Förderung seltener und gefährdeter Ackerwildkrautarten“ werden deshalb optimale Bedingungen für eine erfolgreiche Re-Etablierung gefährdeter Arten wie z.B. Acker-Rittersporn (Consolida regalis) erforscht.

In Kooperation mit der Bayerischen Kulturlandstiftung soll in fünf bayerischen Projektgebieten Saatgut vermehrt und auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes können verschiedene Themen bearbeitet werden.

Methodik, zeitlicher Rahmen:

Mögliche Themen:

-       Untersuchung der regionalen Differenzierung von Ackerwildkrautarten (Transplantationsversuche)

-       Gewächshausexperiment zu optimalen Saatbedingungen (z.B. Saattiefe)

-       Untersuchung des Wiederansiedlungserfolges im Feld

Schwerpunkt der Geländearbeit ist Juni bis August. Gewächshaus- und Laborexperimente sind zeitlich flexibler.

Voraussetzungen:

Studenten der Biologie, der Landschaftsplanung oder der Landwirtschaft. Kenntnisse der Populationsökologie und Statistik-Grundkenntnisse sind von Vorteil.

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Tel. 08161-71 3717, E-Mail: albrecht@lwzw.tum.de oder Marion Lang, Tel. 08161-71 2570, E-Mail marion.lang[at]tum.de, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie,TUM


6.2 Untersuchungen zur Samenproduktion und Samengewinnung bei gefährdeten Ackerwildkräutern

Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeit

Problemstellung:

Ackerwildpflanzen gehören zu den am stärksten gefährdeten Pflanzengemeinschaften Mitteleuropas und viele Restpopu-lationen sind durch die aktuelle Nutzung bedroht. Eine Möglichkeit, diese zu erhalten ist, sie innerhalb des Naturraums auf weniger intensiv genutzte Flächen zu übertragen. Diese Methode hat sich für einige gefährdete Ackerpflanzen bewährt, andere Arten zeigen aber nur unbefriedigende Ergebnisse und bei einigen Arten ist generell nur wenig zur Populationsökologie bekannt.

Ziel der Arbeit ist es, optimale Keimungs- und Etablierungsbedingungen zu ermitteln und so eine erfolgreiche Wiederansiedlung der Arten zu ermöglichen. Zu den Zielarten gehören Vertreter von Kalk-, Sand- und Feuchtacker-Gesellschaften: Neslia paniculata (Finkensame), Adonis aestivalis (Sommer-Adonisröschen), Caucalis platycarpos (Kletten-Haftdolde),  Arnoseris minima (Lämmersalat), Elatine alsinastrum (Quirl-Tännel), Juncus tenageia und J. capitatus (Schlamm- und Kopf-Binse). Die Untersuchungen sind Teil verschiedener Forschungsprojekte am Lehrstuhl RÖK.

Aufgabe:

Keimungsexperimente mit verschiedenen Keimreizen (Temperatur, Licht, mechanische Reize, Substrate, Mykorrhiza) in Keimschrank und Gewächshaus sollen Aufschluss über das Keimverhalten der Arten bringen. Bei einzelnen Arten müssen noch Samen gesammelt werden. Die Arbeit erfolgt in Kooperation mit Saatproduzent Johann Krimmer (Pulling).

Bearbeitung von Teilaspekten als Bachelor-, Projekt- oder Masterarbeit. Zeitlicher Schwerpunkt Juli bis Oktober 2016, bei einigen Arten ist sofortiger Beginn möglich.

Voraussetzungen:

Die Ausschreibung richtet sich an Studenten der Biologie, Landschaftsplanung oder Landwirtschaft. Kenntnisse der Populationsökologie und Statistik sind von Vorteil

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, Raum E 29; Tel. 08161-71 3717 oder E-Mail: albrecht[at]wzw.tum.de  

 

 


6.3 Ökosystemfunktion gefährdeter Ackerwildpflanzen

Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeit

Problemstellung:

Der Ackerbau ist die flächenmäßig wichtigste Form der Landnutzung in Mitteleuropa. Durch die flächendeckende Intensivierung der Bewirtschaftung gehören die dort lebenden Ackerwildpflanzen inzwischen zu den am stärksten gefährdeten Pflanzenformationen Mitteleuropas. Trotzdem konzentriert sich der Artenschutz in der Agrarlandschaft nur wenig auf diese Artengruppe und Aktivitäten zur Förderung der Biodiversität beruhen vielmehr auf Blühstreifen oder der Anlage von Strukturelementen.

Ziel der ausgeschriebenen Arbeit ist eine Analyse der ökosystemaren Funktion seltener Ackerwildpflanzen. Welche Bedeutung haben sie für blütenbesuchende Insekten und für Prädatoren? Welche Rolle spielen sie als Habitat für Tiere?

Methodik und zeitlicher Rahmen:

Geplant sind Analysen an seltenen Arten in artenreichen Ackerwildkrautbeständen. Über bestimmte Zeitabschnitte wird erfasst, welche Arten die Zielarten besuchen oder daran fressen. Die Habitatnutzung wird z.B. über die Anzahl an Spinnennetzen oder an parasitierten  Blütenböden ermittelt. Samenexpositionsexperimente ergänzen die Untersuchun-gen. Es werden verschiedene Arten, unterschiedliche Dichten und Nachbarschaftseffekte zu verschiedenen Arten getestet.  

Entsprechende Teilaspekte können als Bachelor-, Projekt- oder Masterarbeit bearbeitet werden. Untersuchungszeitraum ist die Blüh- und Fruchtphase der Ackerwildpflanzen (Juni/Juli). Mögliche Untersuchungsgebiete sind die Münchner Schotterebene, das Tertiärhügelland, die Südliche Frankenalb und / oder der Oberpfälzer Jura.

Voraussetzungen:

Die Ausschreibung richtet sich an Studenten der Biologie oder der Landschaftsplanung. Tierökologische Formenkennt-nisse sowie Grundkenntnisse der Populationsökologie und Statistik sind von Vorteil.  Für methodische und taxonomische Fragen besteht auch Kontakt zu externen Experten.

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Zimmer E29, Tel. 08161-71-3717, E-Mail albrecht@wzw.tum.de  oder Marion Lang, Zimmer E18, Tel. 08161-71-2570, E-Mail marion.lang[at]tum.de. Co-Betreuung durch Christina Fischer, Tel. 08161-71-2503 (E-Mail christina.fischer[at]tum.de). Alle Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, TUM


6.4 Auswirkung des ‚Urban Heat Island‘ Effektes auf die Blühphasen Auswirkung des ‚Urban Heat Island‘ Effektes auf die Blühphasen

Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeit

Problemstellung:

Verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre belegen, dass die überdurchschnittliche Erwärmung der innerstädtischen Wärmeinseln auch die Pflanzen der Städte verändert haben. An Gehölzen wurde festgestellt, dass diese bei den höheren Temperaturen mehrere Tage früher und oft auch länger blühen als im periurbanen Raum. In Baltimore (USA) wurde anhand von Topfpflanzen beobachtet, dass die Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) nicht nur länger blüht, sondern auch mehr Blüten und Pollen bildet als die Vergleichspflanzen im ländlichen Raum. In den USA geht man davon aus, dass Ambrosia ca. ein Viertel aller dortigen Pollenallergieprobleme verursacht.  


Aufgabe:

Die Arbeit soll am Beispiel des Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris), der zu den wichtigsten einheimischen Pollenallergiepflanzen gehört, zeigen, ob sich entsprechende Effekte auch in Mitteleuropa abzeichnen. Die Arbeit basiert auf Voruntersuchungen, die 2011 in der Bachelorarbeit von Melanie Berthold erhoben wurden und deren Ergebnisse durchaus auf entsprechende Unterschiede hinweisen. Untersuchungsstandort ist ein Urbanitätsgradient in der Metropol-region München. 

Die Ausschreibung richtet sich an Studenten der Biologie oder der Landschaftsplanung. Die Bearbeiter sollten vegetationskundliche Vorkenntnisse besitzen und bereit sein, sich in entsprechende statistische Auswertungsmethoden einzuarbeiten. Die Bearbeitungs-zeit richtet sich nach der Blütezeit von Artemisia vulgaris (Anfang Juli bis Anfang Oktober).   

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, Zimmer E 29, Tel. 08161-713717 oder E-Mail: albrecht@wzw.tum.de


6.5 Einsaat gefährdeter Ackerwildpflanzen - ein langfristiger Erfolg?

Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeit 

Problemstellung:

 

Ackerwildpflanzen gehören zu den am stärksten gefährdeten Pflanzenformationen Mitteleuropas und viele noch erhaltene Restpopulationen sind durch die intensive Nutzung bedroht. Deshalb wird schon seit Jahrzehnten versucht, solche Arten durch Aussaat an weniger intensiv genutzten Standorten zu erhalten. Auch am Lehrstuhl für Renaturierungsökologie untersucht man seit Langem in Praxisbetrieben und Parzel-lenversuchen in der Münchner Schotterebene Möglichkeiten einer erfolgreichen Re-Etablierung.

Ziel der ausgeschriebenen Arbeit ist es, einen Überblick über diese Praxisversuche zu erlangen. Wo wurden solche Aussaaten durchgeführt? Welche Arten wurden eingesät? Gabt es Erfolgskontrollen? Soweit möglich, soll der Erfolg solcher Maßnahmen auch durch eigene Freilanderhebungen evaluiert werden. Entsprechende Analysen sollen auch an anderen Forschungsstandorten in Deutschland durchgeführt werden und in einer überregionalen Veröffentlichung zusammengefasst werden. 

Methodik, zeitlicher Rahmen:

Die geplanten Untersuchungen bestehen aus zwei Teilen:

1.  Literaturrecherche und Expertenbefragung: Wo wurden welche Versuche angelegt? Hier bestehen Kontakte zu anderen Forschungseinrichtungen.

2. Freilanderhebungen: An identifizierten Ausbringungsstandorten (einschließlich Münchner Schotterebne) sollen von Juni bis August 2016 Erfolgskontrollen durchgeführt werden.

Die Themenstellung kann je nach Bearbeitungskapazitäten modifiziert werden.

Voraussetzungen:

Studenten der Biologie, der Landschaftsplanung oder der Landwirtschaft. Kenntnisse der Populationsökologie und Statistik-Grundkenntnisse sind von Vorteil.

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Zimmer E 29, Tel. 08161-71-3717, E-Mail: albrecht@wzw.tum.de oder Marion Lang, Zimmer O17, Tel. 08161-71-2570, E-Mail marion.lang[at]tum.de.

 



Zur Zeit in Bearbeitung unter Betreuung von Dr. Christina Fischer

Masterarbeiten:

  • Hannah Böhner (2016) Einfluss der Landnutzung auf den Bruterfolg von Kiebitzen (TUM/ HSWT), zusammen mit Christoph Moning

  • Elisabeth Schauer (seit 2015) Reviervogelkartierung in Abhängigkeit von der Landnutzungs-geschichte (TUM/ LfL), zusammen mit Christian Wagner)

 

Bachelor:

  • Doris Stadlmann (seit 2015) Einfluss von Agrarumweltmaßnahmen auf das Bewegungsverhalten von Feldhasen (TUM/ Universität Augsburg)