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4.1 Auswirkung des ‚Urban Heat Island‘ Effektes auf die Blühphasen der Allergiepflanze Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris),

Bachelor- oder Masterarbeit

Problemstellung:

Verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre belegen, dass die überdurchschnittliche Erwärmung der innerstädtischen Wärmeinseln auch die Pflanzen der Städte verändert haben. An Gehölzen wurde festgestellt, dass diese bei den höheren Temperaturen mehrere Tage früher und oft auch länger blühen als im periurbanen Raum. In Baltimore (USA) wurde anhand von Topfpflanzen beobachtet, dass die Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) nicht nur länger blüht, sondern auch mehr Blüten und Pollen bildet als die Vergleichspflanzen im ländlichen Raum. In den USA geht man davon aus, dass Ambrosia ca. ein Viertel aller dortigen Pollenallergieprobleme verursacht.

Aufgabe:

Die Arbeit soll am Beispiel des Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris), der zu den wichtigsten einheimischen Pollenallergiepflanzen gehört, zeigen, ob sich entsprechende Effekte auch in Mitteleuropa abzeichnen. Die Arbeit basiert auf Voruntersuchungen, die 2011 in der Bachelorarbeit von Melanie Berthold erhoben wurden und deren Ergebnisse durchaus auf entsprechende Unterschiede hinweisen. Untersuchungsstandort ist ein Urbanitätsgradient in der Metropol-region München.

Die Ausschreibung richtet sich an Studenten der Biologie oder der Landschaftsplanung. Die Bearbeiter sollten vegetationskundliche Vorkenntnisse besitzen und bereit sein, sich in entsprechende statistische Auswertungsmethoden einzuarbeiten. Die Bearbeitungs-zeit richtet sich nach der Blütezeit von Artemisia vulgaris (Anfang Juli bis Anfang Oktober).  

Interessenten melden sich bei: Harald Albrecht, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, Zimmer E 29, Tel. 08161-713717 oder E-Mail: albrecht[at]wzw.tum.de