3 Global Change und Ökosystemrenaturierung

3.1 - Totholz und Kiesbänke – Schlüsselelemente der Renaturierung der Isar (Global Change und Ökosystemrenaturierung)

Fast alle großen Alpenflüsse hatten ursprünglich sehr ausgedehnte Auen, in denen sich eine heute fast unvorstellbare Standortsdynamik abgespielt hat. Durch die Regulierung und Kanalisierung der meisten Flüsse sind diese Dynamik und die damit verbundene Biodiversität weitgehend verlorengegangen. Aktuelle Bestrebungen eines verbesserten Hochwasserschutzes bieten Gelegenheit, einen Teil der Wildflussdynamik wieder herzustellen. Wichtig für die Erhaltung oder Wiederansiedlung gefährdeter Pioniervegetation sind Kiesbänke und Totholzansammlungen, über die jedoch keine aktuellen Daten, z.B. entlang der Isar existieren.

Fragestellung: Das Ziel der vorgeschlagenen Bachelor- oder Masters-Arbeit ist eine Kartierung der Häufigkeit von Kiesinseln entlang der gesamten Isar auf der Basis neuester Luftbilder und ein Vergleich mit älteren Befliegungen sowie historischem Kartenmaterial. Zusätzlich soll die Totholzmenge an ausgewählten Abschnitten des Flusses quantifiziert werden. Die Bedeutung der beiden Auenelemente soll durch entsprechende Vegetationsaufnahmen untermauert werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Studierende der Landschaftsplanung und der Biologie, die Interesse und Erfahrung mit Luftbild- und GIS-Analysen mitbringen oder bereit sind, sich in entsprechende Auswertungen einzuarbeiten. Zeitraum für die Freilandarbeiten wäre Juni bis August. Ansprechpartner: Prof. Dr. J. Kollmann, Zimmer E 23, Tel. 08161 71-4144, jkollmann[at]wzw.tum.de