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1.1 - Hat Konkurrenz eine generationenübergreifende Wirkung? Untersuchung materneller Effekte von Beschattung auf den Reiherschnabel (Erodium cicutarium)

 

Thema für eine Masterarbeit

 

Kontext:  

Als "maternelle Effekte" bezeichnet man Unterschiede zwischen Nachkommen einer Art, die weder auf aktuelle Unterschiede in den Umweltbedingungen, noch auf genetische Unterschiede zurückzuführen sind. Wenn man Samen von Mutterpflanzen, die unter Ressourcenmangel produziert wurden, und von solchen, die unter optimalen Bedingungen entstanden sind, unter gleichen Bedingungen aufzieht, kann man häufig Unterschiede beobachten, auch wenn es sich um denselben Genotyp handelt. Es ist bisher nicht bekannt, ob Konkurrenz, mit der die Mutterpflanze konfrontiert ist, solche nicht-vererbten Auswirkungen auf die Generation der Nachkommen hat.

Fragestellung:
Im Gewächshaus sollen unter einheitlichen Bedingungen Samen von Erodium cicutarium gepflanzt werden. Die Elternpflanzen wuchsen unter folgenden Bedingungen:

  • Mit und ohne oberirdische Konkurrenz durch Bromus hordeaceus
  • Mit homogener und lückiger Beschattung durch Lichtfilter

 

Wenn sich innerhalb einer genetisch einheitlichen "Samenfamilie" Unterschiede zwischen diesen Eltern-Umwelten zeigen (z.B. in Blattlänge oder Anzahl produzierter Samen), kann man rückschließen, dass Konkurrenz und Beschattung eine generationenübergreifende Auswirkung haben.

Zeitrahmen:

Beginn ab sofort möglich;
Laufzeit des Experiments ca. 5 Monate.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Tina Heger, Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, t.heger[at]wzw.tum.de

 

 

Zur Zeit in Bearbeitung unter Betreuung von Dr. Tina Heger

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