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2 Biologische Invasionen

 

Biologische Invasionen sind Prozesse der Ausbreitung von Arten außerhalb ihres angestammten Areals. Unter gebietsfremden Arten verstehen wir solche, die in einem Gebiet freilebend auftreten, das außerhalb ihres bisherigen Areals liegt, und dort selbsterhaltende Populationen aufbauen, Entscheidend ist dabei, dass das Auftreten der Art im Gebiet bisher durch Ausbreitungsbarrieren verhindert worden ist und nicht durch Standortbedingungen des neuen Gebietes. Biologische Invasionen sind oft der Anlass für konkrete Renaturierungsprojekte, sie können aber auch durch die mit der Renaturierung verbundene Störung unbeabsichtigt gefördert werden.

Biologische Invasionen sind nicht nur ein ökologisches und biogeographisches Thema, sondern haben auch eine ökonomische und gesellschaftliche Dimension. Es handelt sich somit um ein interdisziplinäres Arbeitsfeld mit einem biowissenschaftlichen Kern. Wir beschäftigen uns vor allem mit ökologischen Fragen im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Arten außerhalb ihres angestammten Areals. Hierbei interessieren uns insbesondere die Mechanismen biologischer Invasionen, die wir sowohl anhand von Pflanzen als auch von Tieren untersuchen. Die Kombination pflanzen- und tierökologischer Projekte ermöglicht generalisierende Schlussfolgerungen und die Entwicklung neuer Bekämpfungsmethoden, z.B. im Rahmen von Renaturierungsprojekten.

Wissenschaftliche Betreuung:

Dr. Tina Heger

PD Dr. Jonathan Jeschke

Dr. Harald Meimberg

Laufende Doktorarbeiten:

Veränderungen der Gesellschaftsanbindung von Neophyten während des Invasionsprozesses (Dipl. Ing. Anna Liebaug)

Die Bedeutung ökologischer Ähnlichkeit und evolutionsökologischer Erfahrung für den Invasionserfolg (Dipl.-Biol. Wolf Saul)